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Mein Arbeitsalltag als Töpferin

Ich liebe meine Arbeit!

 

Nicht nur, weil das Töpfern an sich großen Spaß macht.

 

Nein, auch die Selbstständigkeit passt einfach zu mir.

 

Ich liebe die abwechslungsreichen Aufgaben, die sich mir dadurch stellen. Sei es Planung, Buchhaltung, Fotografie, die Kommunikation mit den Kunden oder das Aufbauen des Marktstands auf dem Töpfermarkt.

Ich habe das Gefühl, immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert zu werden: Mal funktioniert der Drucker mal wieder nicht und ich muss mich damit auseinandersetzen (okay, das nervt schon sehr), mal übe ich HTML für meine Homepage, mal lerne ich neues über Glasurrohstoffe, oder es muss eine Brennspirale meines Ofens ausgetauscht werden...

Viele dieser Fähigkeiten liegen außerhalb dessen, was ich in meiner Ausbildung als Keramikerin gelernt habe.

 

Deshalb lerne ich ständig dazu und mir wird wirklich nicht langweilig!

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Der zweite Grund, warum ich die Selbstständigkeit liebe und nie wieder missen möchte, ist die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung! Dafür bin ich am dankbarsten überhaupt!

 

Klar, ich arbeite sehr viel. Oft auch am Wochenende oder zu Zeiten, an denen mein Freund schon längst Feierabend hat.

 

Aber dafür bin ich meine eigene Chefin und muss nicht für jemand anderen arbeiten. Wenn es mir mal nicht so gut geht, kann ich darauf Rücksicht nehmen und einen Tag auf dem Sofa bleiben oder nur kleine Büroarbeiten machen.

 

Mein Arbeitsalltag sieht in der Regel so aus, dass ich morgens ganz in Ruhe mit einer Tasse Tee starte. In der Werkstatt, die bei uns im Keller ist, setze ich mich zuerst an den Tisch und überlege mir, was ich heute machen will.

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Ich habe festgestellt, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich mir immer nur für den aktuellen Tag eine To-Do-Liste mache.

Am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich oft über Wochen im Voraus geplant, was ich an welchem Tag drehe. Das hat mich sehr unter Druck gesetzt, vor allem weil ich mir oft zu viel vorgenommen habe. Da musste ich nur mal einen Tag krank sein und konnte es nicht mehr aufholen.

Gut, damals hatte ich nebenher ja auch noch einen zweiten Job. Da wollte ich jede freie Minute in der Werkstatt effektiv nutzen.

Heute habe ich ein gutes System. Die aktuellen Aufträge und Projekte sind in einer Tabelle geordnet nach Liefertermin. Ich kann mich jeden Morgen, wenn ich in die Werkstatt komme, erst einmal mit meinem Tee hinsetzen und nachschauen, was als nächstes dran ist.

Diesen Start in den Arbeitstag liebe ich sehr. Klar gibt es auch manchmal Tage, an denen schon vorher klar ist, was heute getan werden muss (zum Beispiel, wenn ich Teller gedreht habe und sie nun trocken genug sind, dann ist klar, dass jetzt das Abdrehen dran ist).

 


Doch ich bin morgens am motiviertesten, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet und somit alle Möglichkeiten offen stehen und ich es selbst bestimmen kann. Ich kann es nicht genau erklären, woran das liegt. Aber meine Erfahrung der letzten Zeit zeigt mir, dass ich auf diese Art am entspanntesten und zufriedensten meine Arbeitstage verbringe.

 

 

Meistens mache ich mir eine Liste mit 3-4 To-Dos für den Tag.

 

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Dabei schaue ich als erstes in meine Auftragsliste, welche Stücke als nächstes gedreht werden müssen.

 >Falls noch Stücke abgedreht / versäubert / gehenkelt werden müssen, dann kommt das natürlich auch auf die Liste.

 >Wenn genug trockene Stücke im Regal sind, kann ich einen Schrühbrand einplanen.

 >Und wenn sich wieder einiges zum Glasieren angesammelt hat, dann glasiere ich und starte einen Glasurbrand.

 

Und so weiter.

 

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Die Tasse auf den Fotos hat übrigens meine liebe Freundin und Kollegin Andrea getöpfert. Ich liebe diese Tasse, weil sie mich an sie erinnert.

 

 

Natürlich plane ich auch ein paar Dinge und größere Projekte langfristig. Doch während meiner "tatsächlichen" Arbeitszeit in der Werkstatt versuche ich, ganz im Moment zu sein und gedanklich nicht ständig im Morgen oder Gestern oder nächsten Jahr.

Sobald ich Hunger habe oder das Gefühl, eine Pause zu brauchen, mache ich mir oben in der Wohnung etwas zu essen und eine schöne Tasse Tee. Meistens dauert meine Mittagspause ungefähr eine Stunde.

 

 

Mit einer zweiten Portion schwarzem oder grünem Tee und der neuen Energie mache ich danach weiter – bis ich fertig bin, oft bis 6 oder 7 Uhr abends. Zwischendurch versuche ich, mein Gesicht mal auf Instagram (@toepfereiamwald) zu zeigen und zu dokumentieren, was ich gerade so mache.

 

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Während der Arbeit höre ich gerne Musik (Rock, Metal, Klassik) oder Podcasts. Mein Lieblingspodcast ist der "Prancing Pony Podcast", in dem die Bücher von Tolkien besprochen werden.

 

 

Jeden Freitag ist bei mir "Bürotag". Alle Aufgaben außerhalb der Werkstatt, die sich im Laufe der Woche ansammeln, notiere ich mir und erledige sie am Freitag. Zum Beispiel: Rohstoffe bestellen, Lagerbestand aktualisieren, Blogartikel schreiben oder auch Fotos machen.

 

Eines meiner großen Ziele für 2022 ist es übrigens, nicht mehr am Wochenende zu arbeiten. Das mache ich leider noch zu oft, wenn ich das Gefühl habe, sonst einfach nicht alles zu schaffen.

Mal sehen, wie das läuft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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